Sensormagnet in Hülse gefügt

Permanentmagnete werden in vielen Sensoranwendungen als Signalgeber für Hallsensoren und / oder magnetoresistive Sensoren eingesetzt. Dabei sind die Magnetfelder relativ gering, sodass von außen verursachte magnetische Störfelder zu falschen Messergebnissen führen können. In solchen Fällen ist eine magnetische Abschirmung von Vorteil.

Welche Lösungen haben wir hier parat?

Hier hilft eine magnetische Abschirmung. Wenn der Sensormagnet beispielsweise in Hülse gefügt wird. Mit „in Hülse gefügt“ bezeichnen wir den Produktionsprozess einer kostengünstigen Produktion, da in einem Arbeitsgang die komplette Baugruppe hergestellt werden kann.

 

Welches Magnetmaterial wird eingesetzt?

Wir setzen einen kunststoff gebundenen, gepressten Neodym-Eisen-Bor-Magneten ein. Es können Wandstärken bis zu minimal 1,5 mm umgesetzt werden. Enge Toleranzen und präzise Magnetisierungen, zum Beispiel mehrpolig am Innen Durchmesser, sind möglich.

 

Technische Daten

  • Materialbezeichnung NdFeB 72 / 70 pw | 65 / 70 pw | 65 / 85 pw
  • Isotrop
  • Remanenz typisch 700 mT
  • Magnetisierung mehrpolig am Innendurchmesser möglich
  • Bindemittel ca. 2 % Epoxyd

 

Vorteile & Nutzen

  • Magnetische Abschirmung
  • Keine Klebe­verbindungen
  • Geringer Magnetmaterialeinsatz, da Wandstärken bis 1,5 mm möglich sind
  • Präzise Magnetisierung
  • Wirtschaftliche Produktion
  • Einstufiger Fertigungs­prozess
  • Enge Toleranzen
  • Keine Klebespalte und somit geringere Unwucht
  • Magnetlegierung ohne Dysprosium
  • Kompakter Bauraum durch Verwendung von hochremanentem Magnetmaterial
  • Drehzahlen über 50.000 U / min sind realisierbar (Berstschutz)
  • Auslegung und Kunden­anforderung

 

Was sind typische Anwendugen?

Die berührungslose Erkennung von Position, Drehung und Geschwindigkeit sind typische Anwendungen der Magnetfeldsensorik. Speziell im Bereich der E-Mobilität spielt die Abschirmung wegen der dort vorherrschenden Störfelder eine große Rolle, beispielsweise in elektro-hydraulischen Bremssystemen.

Je nach Ausführung wird die Rotorstellung eines Motors über den Sensormagneten auf das Sensorelement übertragen. Die Signale können mit Hilfe der Elektronik für die Funktionen wie Antiblockiersystem, Antriebsschlupfregelung, elektronische Bremskraftverteilung, Abstandsregeltempomat oder Berganfahr- und Bergabfahrhilfe bereitgestellt werden.

Neben den elektro-hydraulischen Bremssystemen können solche Sensormagnete aber in vielen weiteren sicherheitsrelevanten Anwendungen oder Komforteinrichtungen zum Einsatz kommen. Vor allem aber dort, wo eine Abschirmung von Gegenfeldern aus Sicherheitsgründen zur Unfallvermeidung und zum Fußgängerschutz erforderlich ist, zum Beispiel der elektronischen Lenkung (auch Hinterachslenkungen), der elektronischen Gangwahl oder dem Sicherheitsgurt.

Bei den Komfortanwendungen finden sich Sitzverstellung, elektrische Fensterheber oder Schiebedach, elektrische Heckklappe oder Lüftungsklappe für ein gutes Raumklima. Auch im Bereich Motormanagement und Abgasrückführung (AGR) sind Sensoranwendungen im Einsatz.

MAGNETE IM KRAFTFAHRZEUG

ANWENDUNGEN MIT MAGNETSENSOREN

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